Kann man eigentlich an verschiedenen Orten zuhause sein? Jeder von uns hat ja seine ganz persönliche Heimat. Meist ist es die Gegend in der man aufgewachsen ist – dort wo wir uns auskennen und uns wohl fühlen. Für uns Taucher gibt es aber ein interessantes Phänomen: Wir haben im Laufe unseres Lebens eine zweite Heimat gefunden.
Ich weiss nicht wie es euch ergangen ist aber wahrscheinlich ähnlich: In dem Augenblick als ich zum ersten Mal vor Hurghada auf Tauchstation ging hatte ich zwar etwas völlig Neues entdeckt aber mir war klar: Hier will ich bleiben. Jedenfalls war ich so fasziniert von der bunten und farbenprächtigen Unterwasserwelt, dass ich während meines ersten Tauchgangs im Roten Meer einfach vergessen hatte auf meinen Tiefenmesser zu schauen. Die Welt am Korallenriff war für mich so voller Schönheit, dass ich mich sofort wohl und Zuhause gefühlt habe.
Es war dann wie mit jedem Heimatgefühl – man möchte wieder nach Zuhause zurückkehren, in meinem Fall an das Rote Meer rund um Hurghada. Schon die Ausfahrt auf dem Tauchboot ist vielleicht wirklich zu vergleichen mit der Fahrt zurück nach Hause. Eine unbestimmte freudige Erwartung in Verbindung mit der Sonne, dem Wind und dem Blick zum Horizont lässt einen erahnen, dass man nun wieder an dem Ort ist an dem man sich wohl fühlt.
Laut Wikipedia verweist der Begriff Heimat auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Nach dieser Definition habe ich auf jeden Fall am Roten Meer meine zweite Heimat gefunden. Denn es ist schon eine sehr emotionale Beziehung zwischen den Korallenriffen dort draussen und mir.
Wir ergeht es euch, wenn ihr an das Rote Meer denkt?
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche,
euer Farid






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