Tauchsafari: Riesige Riffe und eine entspannte Turtle

Turtle

Heute berichtet Tauchlehrerin Natalia von einer entspannten Turtle und den riesigen Riffen von Tiran.

Schiffslogbuch Tag 2

Zu sagen, dass sehr cool war, es ist einfach nichts zu sagen! Heute begann unser Tag an einem der schönsten Riffe des Roten Meeres, im Nationalpark von Ras Mohammed. Am frühen Morgen zeigte sich kein einziges Schiff am Horizont und das ruhige windstille Wetter stand im erstaunlichen Kontrast zu der Welt, die auf uns unter Wasser wartete. Eine leichte Strömung trieb alle Juwelen-Fahnenbarsche vom Riff weg und setzte alle bunten Weichkorallen ein, um Plankton- und Nährstoffe zu sammeln. Wir tauchten durch eine Wand von riesigen Schnappern zu den Schwärmen von Stachelmakrelen ab. Wir sind mit den Doktorfische und Fledermausfischen geflogen. Wir schwammen den riesigen Napoleons entgegen. Irgendwann gab es weder Boden noch die Oberfläche zu sehen! Wir waren von einem riesigen Schwarm von Makrelen umgeben. Und als ich etwas weg von der Wand ins Blau tauchte, um zu sehen, wer in einem großen dunklen Block lebt, begann dieser Block von mir weg zu schwimmen. Was war das? Als es dem Block leid war, von uns wegzuschwimmen, drehte er sich um und es stellte sich heraus, dass es sich um einen riesigen Schwarm von Barrakudas handelte. Die hungrige Schildkröte, die wir am Ende des Tauchgangs am Wrack der Yolanda trafen, achtete nicht einmal auf uns und setzte ihr gemütliches Frühstück fort. Man hättet viel mehr als eine Stunde an diesem erstaunlichen Ort verbringen können, aber es war Zeit aufzutauchen. Die Flaschen sind fast leer und uns erwarten die wunderschönen Riffe der Tiran Insel. Zwei Stunden dauert es, vom Ras Mohammed nach Tiran zu fahren. In dieser Zeit kann man frühstücken, schlafen, in der Sonne liegen oder hunderte von Fotos von der Kamera kopieren. Man braucht ja den Platz auf der Speicherkarte für die nächste Tauchgänge.

Und so kamen wir zur Tiran Insel. Es gibt vier riesige Riffe, Jackson, Woodhouse, Thomas und Gordon, die sich von Norden nach Süden über die Straße von Tiran erstrecken. Und je mehr man in den Norden kommt, umso interessanter wird es. Also begannen wir unsere Bekanntschaft mit den Riffen von Tiran am Jackson Riff. Gut vorbereitet ging es direkt vom Schiff ins Wasser. Nur ein paar Minuten später und wir sind schon mitten unter den wunderschönen Gorgonien, in denen sich schlaue Langnasen-Büschelbarsche verstecken. Die ganze Wand ist mit Weichkorallen bedeckt und unzählbar viele Masken-Kugelfische, Feilenfische, Falterfische, Lippfische und Schildkröten verstecken sich in diesem Bewuchs… oh, eine Schildkröte! Bleibt sie? Nein, sie ist eher schüchtern. Sie schwamm nach oben, um zu atmen und als wir hinterher geschaut haben, schwamm ein Adlerrochen vor unseren Augen vorbei. Und wir hatten noch ein bisschen mehr Glück, denn was schwimmt da im Blau? Ein Hammerhai! Etwas zu weit weg zum fotografieren, aber es gab keinen Zweifel, dass es ein Hammerhai war. Am nördlichen Punkt des Riffs drehte sich die Strömung um und wir beschlossen, aufzusteigen. Zu weit weg vom Schiff? Macht nichts! Unser Schlauchboot ist schon hier. Ah ja, so eine Tauchsafari hat ihre Vorteile!

Der dritte Tauchplatz für heute war Woodhouse. Und wieder waren wir alleine am Riff. Die Unterwasserwelt lebt weiterhin ihr eigenes Leben. Auf dem Weg zum nördlichen Plateau trafen wir zwei große Büffelkopf-Papageifische und einen Grauen Hai. Eine große Schildkröte speiste in den Weichkorallen und ignorierte völlig die Taucher, die sie umgaben. Am ende des Tauchgangs schwamm die zweite Schildi langsam an uns vorbei und drehte sich dann gegen die Strömung, um uns näher zu sehen. Nun, und von den hunderten der kleinen Lebewesen wie Strudelwürmer, Drachenköpfe und Graue Muränen kann nicht jedes in Erinnerung bleiben. Es war ein sehr ereignisreicher Tauchgang!

Denkt ihr, dass wir die ganze Zeit am Tauchen und Essen verbringen? Denkste! Unser Guide Pascal kommt aus der französischen Schweiz. Deshalb war heute auch noch Fußball angesagt: Frankreich hat gegen Argentinien gespielt. Wir sitzen auf dem Boot mitten in der Straße von Tiran, und schauen das Fußballspiel. Irre, nicht wahr? 🙂

Für den Nachttauchgang wurde das Gordon Riff ausgesucht. Das letzte Riff in der Straße von Tiran. Heute haben sich nur vier Taucher entschieden, nachts zu tauchen. Sie wurden mit der Begegnung von zwei riesigen Flankenkiemern sowie mit einer ganz besonderen Atmosphäre unter Wasser belohnt. Wir hatten heute echt viel Glück, da wir alle Riffe nur für uns alleine hatten.

Nun, nach dem Nachttauchgang hatten wir ein besonderes Abendessen. Schönes Wetter hat alle auf das Oberdeck gelockt, sogar unsere Köche. Daher wurde beschlossen, heute einen Grillabend zu veranstalten. Ja, ja, das ist richtig, auf dem Safari-Boot wurden wir mit einem köstlichen, gegrillten argentinischen Filet verwöhnt. Und was für Nachspeisen werden hier gekocht! Ein Götterschmaus!

Unsere Tauchlehrerin Natalia begleitet diese Tauchsafari auf der MY Blue und wird uns über ihre Erlebnisse berichten. Vom James und Mac Team ist auch noch Tauchlehrer Robin mit an Bord. Das Rote Meer ist weit und so kann es auch mal sein, dass Natalia keinen Internet Empfang hat. Ihre Berichte liefern wir aber auf jeden Fall nach.

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Wenn ihr auch einmal mit uns auf Tauchkreuzfahrt gehen wollt, findet ihr mehr Informationen über die Touren hier.

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Fotonachweise

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