Dieses Mal möchte ich euch die Wracks, die wir bei unseren Schrotttouren betauchen, kurz vorstellen.
Als erstes haben wir die Rosalie Moller, auch liebevoll „Rosi“ genannt. Sie ist in der Nacht vom 8. Oktober 1941 durch eine Fliegerbombe versenkt wurden. Jetzt liegt sie auf einer maximalen Tiefe von ca. 50 m. Dieses Wrack ist auf Grund der Tiefe nur etwas für erfahrene Taucher.
Im Norden liegen auch die Wracks von Abu Nuhas. Hier gibt es die Kimon M oder auch Seastar. Sie ist das am wenigsten betauchte Wrack hier. Die Ladung bestand aus Linsen, deswegen auch der Name „Linsenfrachter“. Sie ist am 12.12.1978 gesunken. Unter „Fliesenfrachter“ ist die Chrisoula K bekannt und einige der Bodenfliesen sind auch heute noch zu sehen. Die Chrisoula K lief am 30.08.1981 auf das Riff und versank ein paar Wochen später. Die Carnatic oder „Weinfrachter“ liegt seit dem 14.09.1869 auf dem Meeresgrund und ist somit das älteste der 4 Wracks in Abu Nuhas. Zum Schluß haben wir die Giannis D. Der „Holzfrachter“ ist am 19.04.1983 aufgelaufen und später gesunken und wohl das bekannteste und am meisten betauchte Wrack. Alle Wracks liegen auf maximal 30m und sind teilweise einfach zu betauchen. Es muß noch mindestens ein Wrack mehr geben, da die Bugspitze, die auf dem Riff liegt, zu keinem der bekannten Wracks gehört.
Ein recht verfallenes Wrack ist das Patrouillenboot bei Sha’ab Rur. Dieses Boot der ägyptischen Kriegsmarine ist im Sommer 1962 durch eine Unachtsamkeit auf das Riff gelaufen. Zur heutigen Zeit kann man nur noch ein paar Teile erkennen.
Direkt im Hafen von Hurghada liegt die El Minija. Der ehemalige Minensucher wurde am 06.02.1970 bei einem israelischen Luftangriff getroffen und versenkt. Heute liegt sie auf ca. 30m und man kann das Einschussloch im Bugbereich sehr gut erkennen. Nicht weit entfernt liegt ein alter Fischtrawler. Auch dieses Wrack ist durchaus einen Tauchgang wert.
Ebenfalls vor Hurghada liegt die Excalibur oder auch „Suzanna“ genannt. Die Excalibur war eines der ersten Safariboote. Am 15.12.1995 brach durch Kurzschluss ein Feuer aus. Da es ein Holzboot war, zerfällt sie immer mehr.
Die Balena ist quasi unser „Hauswrack“. Sie ist in der Nacht vom 12. auf den 13.04.2001 wegen eines Brandes gesunken. Die Balena liegt in einer Tiefe um die 9m und ist super bewachsen. Auch treibt sich hier viel Jungfisch rum. Sie ist für Beginner hervorragend geeignet.
Dann haben wir noch die Hebatallah. Der ursprüngliche Gedanke war ein Wrack an einer leicht zugänglichen Stelle zu versenken. Dieser Plan ging etwas schief und die Hebatallah legte sich 2004 in einer maximalen Tiefe von 45m zur Ruhe. Tja, ging wohl etwas daneben!
Mein Lieblingswrack ist die Balena. Hier gibt es immer Neues zu entdecken. Welches Wrack mögt ihr auf den Schrotttouren am liebsten?
Eure Petra





