Gezeiten am Roten Meer

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Unser Thema heute: Gezeiten am Roten Meer. Heute wollen wir Euch mal unseren Bootsanleger im Frühjahr vorstellen. Da denkt sich bestimmt der ein oder andere: „Warum das denn? Den kennen wir doch alle!“ Aber so dann vielleicht doch nicht – im Frühjahr sieht es hier nämlich manchmal ein bisschen anders aus. Aber seht selbst, wir haben ein paar Fotos für euch parat.

So sah es zum Beispiel am 12.3.16 morgens hier aus. Es stand nicht nur der komplette Weg zum Bootsanleger unter Wasser, sondern auch der gesamte Strandbereich inklusive der Strandiegen. Das Wasser stand bis zum Giftun Restaurant „Marina“!

Wie kommt so etwas zustande? Es sind verschiedene Gründe:

Zu Neumond und Vollmond gibt es immer besonders große Tidenhübe; sprich große Wasserstände von Niedrig- zu Hochwasser. Das liegt an der Anziehungskraft von Sonne und Mond auf die Erde. Hauptsächlich erzeugt der Mond die Gezeiten, da die Sonne wesentlicher weiter von der Erde entfernt ist. Die Sonne verstärkt allerdings die Wirkung des Mondes auf die Gezeiten und somit addiert sich die Anziehungskraft und es entstehen große Wasserberge.

Aber was ist im Winter anders, als im Sommer? Im Sommer gibt es schliesslich auch Voll- und Neumond. Es gibt ein besonderes und jahreszeitenabhängiges Strömungsverhältnis an der Straße Bab al Mandab; der Übergang vom Indischen Ozean ins Rote Meer, welcher zwischen Äthiopien und dem Jemen eine Breite von nur 25 km misst. Der Nordostmonsun drückt das Wasser des Indischen Ozeans in den Golf von Aden und somit durch die Straße Bab al Mandab in das Rote Meer. Dies entspricht einer einlaufenden Strömung in das Rote Meer.

Im Sommer herrscht der Südwestmonsun, welches eine entgegengesetzte Strömung hervor ruft; sprich die Strömungsrichtung geht in den Indischen Ozean und somit sind die Gezeiten im Sommer niedriger.

Wenn man sich nun vorstellt, dass man zu solchen Hochwasserständen auch noch auflandigen Wind herrscht, der das Wasser aufs Land drückt, dann wird’s nass. Auflandigen Wind hatten wir am 12.3. zum Glück nicht auch noch 🙂

Bis nächste Woche!

Bini und Sanne von den Zwei ??

unterwasserblog

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