Versteckspiel der Haie
Oft sieht man dies sehr gern bei Kindern: Hände vors Gesicht und ich bin nicht da! So oder ähnlich zumindest gibt es das auch in der Unterwasserwelt.
Gerade gestern konnten die Taucher von der Abu Salama eine Baby-Weißspitze dabei beobachten, wie sie mit dem Kopf voran in einer kleinen Höhle steckte und schlief. Es schaut sehr lustig aus, wenn man dieses mächtige Tier dort so sieht und wir Taucher uns nähern können, um ein Foto zu schiessen.
Wusstet ihr, dass die meisten Haie aufgrund ihrer Atmung nicht oder nur kurz auf den Boden liegen und rasten können? Sie haben Kiemen zum Atmen, was sie dazu zwingt ständig zu schwimmen, damit genügend Wasser über die Kiemen fliesst und ihr Sauerstoffgehalt gedeckt ist. Das bedeutet, dass sie ständig schwimmen und sich währenddessen ausruhen, da sie sonst sofort ersticken würden.
Wie können diese Weißspitzenriffhaie oder auch der Ammenhai auf dem 2. Bild also in den Höhlen schlafen, so dass sie noch nicht mal die Anwesenheit der Taucher spüren? Wissenschaftler fanden heraus, dass der Sauerstoffgehalt in den Höhlen deutlich höher ist als im offenen Meer, was dem Hai ermöglicht hier fast bewegungslos zu verharren. Sie nehmen ihre Umwelt noch komplett wahr, verfallen aber in eine Art Trance, was es uns ermöglicht den Haien näher zu kommen.
Ein sehr interessantes Thema wie wir finden. Habt ihr auch schon mal einem Hai beim Versteckspiel zusehen können? Und welche Beobachtung habt ihr gemacht?




