Donnerstag 05.03.2020
Luft 29°
Wasser 22°


Halbtagesfahrt
Tauchgang 1: Shaab Eshta Soraya
Heute Morgen ging es zum Poolcheck erstmal in die Lagune. Neben ein paar Badegästen die anscheinend keine Kälteempfinden haben, tauchten wir in unseren dicken Neoprenanzügen ab. Nachdem wir die Übungen aufgefrischt hatten, erkundeten wir die Seegraswiese und übten Schwimmtechniken und Tarrierung. Zurück auf der Basis empfingen wir die restlichen Gäste. Nach dem Papierkram und Einkleiden ging es auf‘s Boot.

Wir wollten Richtung Magawish Plateau und dann mal schauen, wo die wenigsten Boote stehen. Tiffany drei Boote, Pytra zwei Boote, doch bei Eshta stand nur die Lulu, unser Kursboot. Da gesellte wir uns dazu und unterbrachen das Mittagsschläfchen der Besatzung. 😉 Abgetaucht trafen wir auf etwas bescheidene Sichtverhältnisse, dafür ganz viel Fisch. Wir sahen eine riesige Sardinenschule, die von einem Thunfisch gejagt wurde. Die übliche Gruppe an Füsilieren war auch wie gewohnt an der Südseite im Strömungsschatten von dem Block. Das Highlight war allerdings ein klitzekleiner Steinfisch, kaum grösser als ein halber Finger, der blitzschnell von einem Stein zum nächsten hüpfte. Zurück unter demBoot machten wir die Basis Übungen und den Sicherheitsstopp. Das leckere Mittagessen wurde uns von Rambo aufgetischt. Danach gönnten auch wir uns noch ein kleines Verdauungsschläfchen auf dem Sonnendeck bevor‘s für Stempel und Logbuch schreiben zurück zur Basis ging.
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Ganztagesfahrt
Tauchgang 1: Gotha Iris
Tauchgang 2: Sha’ab Pinky
Das kein Wind war nutzten wir heute aus und machten einen stationären und einen Pick up. Beim ersten Dive waren die Blöcke voll mit Haremsfahnenbarschen, einen Sternenhimmelstrudelwurm und auch Thunfische waren am jagen.

Nach dem Essen und der Pause ging es quer rüber zum zweiten Tauchgang. Bei leichter Strömung konnten wir uns an einen Lanabüda, einer Schildkröte und Goldstreifenfüselieren erfreuen. Zu guter Letzt gab es Kuchen zu Yvonnes Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
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Ganztagesfahrt
Tauchgang 1: Shaab Iris
Tauchgang 2: Shaab Pinky
Der Wunsch war Delphine zu sehen, deswegen sind wir nach Shaab Iris gefahren. Zum zweiten Dive ging es dann nach Pinky. Leider hatten wir keine Delphine aber trotzdem haben wir einen schönen Tag gehabt. Das Wetter war ideal, die Sicht Unterwasser war auch gut. Die Sicht erlaubte uns viel Fische zu entdecken, eine gemütliche Schildkröte, Drachenkopf, Barrakuda, Riesen Muräne, Schwärme von Füsilieren, Strassenkehrer, Chromis, Drückefische, Thuna, Beilbauchfisch und Glasfisch. Leider war der Tag schnell vorbei.
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MS Bahlul
Minisafari Thistlegorm
Tauchgang 1: Abu Nuhas Giannis D
Tauchgang 2: Thistlegorm
Tauchgang 3: Nachttauchgang Thistlegorm
Tauchgang 4: Early Morning Dive Thistlegorm
Tauchgang 5: Umm Gamar N/W
Tauchgang 6: Fanadir Dacht Dacht
Riesengrosse Vorfreude vermischt mit leichter Anspannung auf die kommenden Tauchgänge, so starteten wir frühmorgens unsere Minisafari in Richtung Sinai Halbinsel zur Thistlegorm. Nach kurzer Passkontrolle an der Jetty konnte es losgehen, Kapitän Khalifa startete die Motoren und schon ging es in den Norden bei windstiller, fast spiegelglatter See. Um uns ein bisschen für die Wracks einzutauchen legten wir einen ersten Stop bei Abu Nuhas ein und betauchten die Giannis D. Quasi ein Check Dive/Eingewöhnungstauchgang nach „Abu Wrack-Art“. Kaum abgetaucht nahmen wir uns das Heck vor und tauchten durch die 45 Grad zur Seite geneigten Räume, was für ein Start. Zwischen Heck und Bug im zerschollenen Mittelteil entdeckten wir Teppich-Krokodilfische, Fransen Drachenköpfe und einen schönen Panther-Forellenbarsch.

Nachdem wir schön eingetaucht waren hiess es ab zur Blauen Distel bei Sha‘ab Ali. Unterwegs stärkten wir uns mit einer ersten Mahlzeit aus der Bahlul Kombüse, „fine lunching“ auf hoher See bei Sonnenschein. Bei der Thistlegorm angekommen konnten wir es kaum erwarten endlich wieder tauchen zu gehen. Es herrschte mittelstarke Südströmung, doch das sollte uns nicht weiter kümmern. An der Leine ging es flott hinunter zum Bug, dort schauten wir uns die Wasser- und Kohletender auf Steuerbordseite an und begrüssten gleich mal die ersten Pyjama Sternschnecken und Schwärme von Füsilieren. Um der Strömung ein Schnippchen zu schlagen tauchten wir durch die Laderäume auf der ersten Ebene und schauten uns fachmännisch die Motorräder und Fahrzeuge inmitten der Gummistiefel an. Vor dem Heck beim zerstörten 5. Laderaum tauchten wir hinaus und wurden von einer Gruppe Fledermausfische Edition XXL begrüsst. Kurz einmal ums Heck und bei den beiden Bordgeschützen vorbei und dann ging es mit Südströmungs-Express auf dem Oberdeck zurück in Richtung Bugleine.
Foto: Uwe Benecke
Angefixt vom Tauchgang wollten wir eigentlich gleich wieder rein, aber wir mussten erst mal den Sonnenuntergang abwarten. Um 18 Uhr war es soweit und es hiess „Lampen an“ und abtauchen. Die Südströmung war weg, die Bedingungen optimal und so betauchten wir im Schein unserer Taucherlampen das Oberdeck und die Aufbauten und sahen nebst zahlreichen jagenden Rotmeerfeuerfischen und Drachenköpfen an jeder Ecke mindestens 12 Blaupunktrochen am Herumlungern auf Deck. An der Bordwand waren Paare von Pyjama Sternschnecken zu sehen und immer wieder huschten Stachelmakrelen vorbei. Kurz dachten wir auch es hätte sich ein Walhai zu uns verirrt, aber es handelte sich nur um einen gutbeleibten Taucher vom Nachbarsboot im Shorty. 😉 Nach 45 Minuten hiess es zurück zur Leine und Auftauchen, wohlwissend, dass uns im Salon wieder lecker Essen erwartete.
Nach einer – für einige Taucher – kürzeren Nacht, standen um Punkt 05.30h alle wieder in Vollmontur bereit zum Sprung. Unser Plan war, den Sonnenaufgang während des Tauchganges zu erleben. Wir tauchten ab ins schwarze Nichts ehe wir die Konturen des Buges zum dritten Mal auf unserer Reise ausmachen konnten. Mystisch lag die Thistlegorm vor uns und wir tauchten ab auf die untere Ebene der Laderäume, die wir wie bereits die Obere ausgiebig betauchten. Kurz vor dem Ausgang beim zerstörten Laderaum 5 deckten wir unsere Lampen ab und konnten durch Spalten und Ritzen das eindringende Blau des anbrechenden Tages geniessen. Es war ein spezieller Augenblick. Just in dem Moment als wir aus den Laderäumen heraus kamen, sahen wir eine Schule Blauflossenmakrelen am Jagen. Über uns ging die Sonne auf und das Licht wurde von Sekunde zu Sekunde heller bei glasklarer Sicht – unbezahlbar dieser Anblick! Vom Wrack aus konnten wir die Rumpfe sämtlicher Boote klar erkennen. Leider ging auch dieser Tauchgang viel zu schnell zu Ende und wir mussten wieder an die Leine für den Aufstieg. Doch bevor wir dort ankamen entdeckten wir beim Kohletender eine Meeresschildkröte, die sich geduldig filmen liess.

Mit strahlenden Gesichtern assen wir Frühstück während der Kapitän die Bahlul in Richtung Umm Gamar steuerte, wo wir unseren nächsten Tauchgang planten als Drift Pick up an der Nordwestseite. Punktgenau wurden wir neben dem Feuerfischeblock abgesetzt und tauchten ein paar Runden um den Block herum für Fotoaufnahmen der tausenden Glasfische und Fahnenbarsche. Von da tauchten wir weiter zum 20er Block, wo uns ebenfalls üppig Leben unter Wasser erwartete. Die Grösse der Zackenbarsche, die um den Block kreisten war beachtlich. Danach ging es mit einem kleinen Bogen raus ins Blaue in Richtung Korallengarten, wo wir unterwegs wie erhofft eine Schildkröte beim Frühstück an einer Brocolikoralle ertappten. Sie schien uns gar nicht zu bemerken zu wollen und mampfte genüsslich wie wir Taucher jeweils auf dem Boot. Kurz vor dem Korallengarten kamen wir an einer Maskenfalterschule vorbei, auch hier ein sehr fotogenes Sujet. Der Drift durch den Korallengarten war sehr entspannend und so war es kein Wunder, verging die Zeit wiederum sehr schnell.
Das Mittagessen assen wir auf dem offenen Meer an der Westseite von Umm Gamar bevor wir uns zum letzten Tauchgang der Tour aufmachten. Zum Austauchen fuhren wir für einen Drift zu Fanadir Dacht. An der Kante am Rand des Plateaus begaben wir uns zum Glasfischeblock, der in ebendiesem Moment von Makrelen bejagt wurde. Die Masse an Glasfischen pulsierte hin und her in Angst vor den Jägern, dazwischen kam noch ein Thunfisch, der uns ebenfalls seine Jahdfähigkeiten demonstrierte. Kaum satt gesehen, erblickten wir zwei Napoleon Lippfische, die an der Kante ihre Runden zogen. Eigentlich war unser Ziel Grossfisch, doch der kam nicht, nur eine sehr lange cirka 6.5 Meter grosse Hurghada Meeresschlange tauchte gemütlich neben dem Guide. 😉 Kurz vor dem Auftauchen entdeckten wir noch Warzenschnecken sowie einen gestreiften Schlangenaal bevor die Boje hochschoss und wir von der Bahlul abgeholt wurden. Mit guter Musik fuhren wir zurück zur Basis, zufrieden und durstig – Sha‘ab Stella Achtung wir kommen.
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Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Foto- und Videonachweise
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